Mehr Sport treiben, Geld sparen, die Umwelt schützen – das möchte fast jeder. Kein Wunder, dass immer mehr Deutsche für ihre täglichen Wege zur Arbeit oder zum Einkauf vom Auto aufs Fahrrad umsteigen. Deutsche lieben das Fahrradfahren. In Deutschland gibt es 67 Millionen Fahrräder. Etwa 80 Prozent aller Haushalte haben mindestens ein Fahrrad. Das hat zum Teil praktische Gründe: Wer Rad fährt, gibt kein Geld für Benzin aus, muss nicht nach einem Parkplatz suchen oder im Stau stehen. Außerdem ist man mit dem Fahrrad sehr flexibel. Und gesund ist Radfahren auch. Darüber hinaus ist Fahrradfahren cool: Wer Rad fährt, präsentiert sich als umweltbewusst.
Ein besonderer Tag für die Fahrradfreunde ist der 3. Juni. Seit 1998 finden am „Europäischen Tag des Fahrrads“ in vielen Städten Aktionen für Radfahrer statt, wie zum Beispiel sogenannte Sternfahrten. Die Hauptstraßen werden für Autos gesperrt, damit die Radfahrer von unterschiedlichen Startpunkten aus in die Innenstadt fahren können. In Berlin nahmen im letzten Jahr 150 000 Menschen an der Sternfahrt teil.
Wer in Deutschland Urlaub macht, sollte auf jeden Fall eine Fahrradtour machen. Die deutschen Radwege sind gut ausgebaut und ermöglichen lange Radtouren. Die beliebtesten Strecken führen entlang der großen Flüsse wie Donau, Rhein, Main, Weser, Elbe und entlang der Ostsee. Mit dem Fahrrad lässt sich die schöne Landschaft besonders intensiv erleben.
Sternfahrten: Fahrten aus allen Richtungen
Schreiben Sie einen Text von ungefähr 150 Wörtern zu dem folgenden Thema:
Fahren Sie
Rad? Warum? Ist es gefährlich in Ihrem Land Fahrrad zu fahren? Gibt es genügende Fahrradwege in Ihrer Stadt?
Der Aralsee ist ein See in Zentralasien. Er war noch vor 50 Jahren der viertgrößte See der Welt, fast so groß wie ganz Andalusien und mehr als 60 Meter tief. Damals haben einige Fischschiffe fünf oder sechs Tonnen Fisch täglich gefangen. Die Städte an dem Ufer lebten davon. Doch seit dem Ende der 70er Jahre wurde das Wasser immer weniger und salziger und die Fische verschwanden. Geblieben ist fast nur der Sand. Der See wurde mit der Zeit immer kleiner. Heutzutage ist der See nur noch eine Fläche, die kaum so groß ist wie die Provinz Jaén. Da es immer weniger Wasser gab, wurden die Winter kälter und die Sommer trockener. Gleichzeitig wurde die Wüste immer größer.
Das Verschwinden des riesigen Sees ist eine der schwersten Umweltkatastrophen, die jemals von Menschen verursacht worden ist. Die Bewohner der Region hofften, dass das Wasser irgendwann doch wieder zurückkommen würde. Doch es kam nicht zurück. Jetzt fragen sie sich, wie es so weit kommen konnte, dass ein so großer See austrocknete. Die sowjetischen Wirtschaftsplaner hatten die Idee, die zentralasiatische Wüste in einen Garten zu verwandeln. Die beiden Flüsse, die in den Aralsee mündeten, wurden ab den 30er Jahren für die Landwirtschaft genutzt und ausgetrocknet. Die aktuelle Situation ist kritisch und niemand weiß, was die Zukunft bringen wird.
Welche Umweltprobleme gibt es heutzutage? Was würden Sie dagegen tun?
Acht deutsche Schüler reisen Mitte Juli nach Spitzbergen. Dort wollen sie gemeinsam mit dem Polarforscher Arved Fuchs und anderen Wissenschaftlern das Eis auf Spuren globaler Erwärmung untersuchen.
Am 14. Juli werden Schüler und Wissenschaftler zum einwöchigen Sommercamp aufeinandertreffen. Jugendliche aus Deutschland, China, Norwegen, Dänemark und Tschechien lernen so aus erster Hand alles über die Klimaproblematik der Arktis.
Während vormittags Unterricht auf dem Programm steht, geht es am Nachmittag zu Fuß auf den nahen Larsbreen-Gletscher oder mit dem Forschungsschiff „Dagmar Aaen“ hinaus aufs Meer. Ziel ist es, die Schüler mit neuem Wissen als „Botschafter aus der Arktis“ zurück an ihre Schulen zu schicken. Dort sollen sie neue und längerfristige Projekte anregen und durchführen, die sich mit der globalen Klimaerwärmung befassen. Die Inselgruppe Spitzbergen wurde als Treffpunkt von Schülern und Wissenschaftlern ausgewählt. Die hier gemessenen Temperaturen lagen in den vergangenen Jahren teilweise bis zu 13 Grad Celsius über dem normalen Mittelwert.
Klimamodelle sagen voraus, dass sich speziell die Arktis in den nächsten Jahrzehnten überproportional stark erwärmen wird. Der arktische Ozean könnte schon ab 2050 während der Sommermonate vollständig eisfrei sein. Ob diese Eisschmelze noch gestoppt werden kann, ist unklar – ein in der jüngeren Klimageschichte noch nie da gewesenes Phänomen. Die Auswirkungen auf das globale Klimasystem werden derzeit erforscht auch nur auf eine Zahl setzen. 37 Schüler werden ganztägig Unterricht zur Klimaproblematik der Arktis nehmen.
‚Fast Fashion‘ ist Englisch und bedeutet übersetzt ‚schnelle Mode‘. Der Begriff kommt daher, dass große Ketten wie H&M, Zara oder Primark ihre Kleidung immer schneller herstellen. Das Fast-Fashion-Prinzip: Erst gucken sich die Designer der großen Ketten die neusten Trends zum Beispiel auf Modewochen ab. Dann lassen sie extrem schnell ihre eigene Kleidung entwerfen und nähen. So hängen schließlich alle paar Wochen neue Kleidungsstücke auf den Stangen – und zwar zu sehr günstigen Preisen!
Damit die Fast-Fashion-Unternehmen ihre Kleidung so billig verkaufen können, lassen sie sie zum Beispiel in China oder in Bangladesch produzieren. Denn dort sind die Löhne deutlich billiger als in Deutschland. Für die Näherinnen in den Fabriken ist es erst mal gut, wenn in ihrem Land produziert wird, denn sie haben nun einen Job. Leider sind aber die Arbeitsbedingungen oft sehr schlecht. In Bangladesch arbeiten viele Näherinnen sechs Tage in der Woche. Und das über zehn Stunden am Tag. Trotzdem verdienen sie nur etwa 50 Euro im Monat.
Bei der Produktion von Jeans im Used-Look atmen die Fabrikarbeiter giftigen Quarzstaub ein, der eine tödliche Lungenkrankheit verursachen kann. Auch die Gesundheit vieler Fabrikarbeiter wird durch die Arbeit gefährdet. Sie atmen zum Beispiel giftige Stoffe ein, die beim Färben und der Bearbeitung der Kleidung entstehen. Diese Chemikalien belasten auch die Umwelt. Denn das Abwasser der Fabriken wird oft direkt in Flüsse geleitet, die dadurch vergiften werden. Sehr viele Kleidungsstücke, die wir in Deutschland kaufen, werden unter solchen Bedingungen hergestellt - darunter auch teure Markenklamotten. Bei Billig-Kleidung kommt aber hinzu, dass die Qualität oft schlecht ist. Die Klamotten gehen dann schneller kaputt und landen oft schon nach ein paar Mal tragen im Müll.
Bei den großen Fast-Fashion-Ketten einzukaufen ist verlockend, denn die Preise sind oft unschlagbar günstig und man findet ziemlich jeden Trend. Natürlich ist es auch völlig okay, sich ab und zu mal ein neues Kleidungsstück zu gönnen. Aber Fast-Fashion-Mode shoppen ist nicht die einzige Möglichkeit, um am coole Klamotten zu kommen. Man kann zum Beispiel auch auf Kleidertauschbörsen und in Second-Hand-Läden suchen. Mit etwas Glück kann man da tolle Sachen finden und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.
(Quelle: WDR-Kika)
Vorteile und Nachteile von der Fast Fashion und der Slow Fashion. Was kann man tun, um modisch und gleichzeitig nachhaltig zu sein?
Auf unseren Meeren schwimmt jede Menge Müll. Er bildet zusammen richtige Müllinseln, die riesige Flächen im Meer bedecken. Einige sind sogar viel größer als Deutschland. Und nun kam raus: eine der Müllinsel im Pazifik ist viel größer als bisher gedacht. Forscher fischten mehrere Wochen lang 18 Schiffen Müll aus dem Pazifik. Diesen Müll haben sie genau untersucht und gehen nun davon, dass die Müllinsel aus 80.000 Tonnen Plastik besteht. Das ist so viel, dass man ihn sogar vom Weltraum aus sehen kann. Aber der Plastikmüll ist für die Tiere im Meer gefährlich: Fische, Vögel oder Delfine verschlucken kleine Plastikteile oder verfangen sich in dem Müll und sterben.
Durch Wellen, Wind und Sonne werden auch größere Sachen aus Plastik mit der Zeit in winzig kleine Teilchen zermahlen. Selbst wenn die Teilchen noch nicht winzig klein sind, werden sie bereits von Meerestieren gefressen, weil sie diese Plastiktüten mit Nahrung verwechseln.
Sehr viel Plastikmüll kommt von den Schiffen, die über die Meere fahren und Sachen hin und her transportieren: Die Besatzung wirft ihren Müll über Bord. Manchmal passiert es auch, dass ein Schiff in einen Sturm gerät und Behälter mit Plastiksachen verliert.
Außerdem gelangt Plastikmüll auch durch Flüsse ins Meer. Der Plastikmüll, der dort hinein geworfen wird, landet dann auch wieder in den Ozeanen der Welt. Das Gleiche passiert auch mit dem Müll, der an die Strände geworfen wird. All das ist sehr gefährlich und schädlich für die Lebewesen im Meer.
Experten sind noch nicht sicher, wie schädlich das für die Menschen ist. Doch sie vermuten, dass der Plastikmüll irgendwann auch im menschlichen Körper ankommt - zum Beispiel, wenn die Menschen Fisch essen, der mit Plastikmüll verschmutzt ist. Davon können Menschen wahrscheinlich auch krank werden.
Bisher wird leider noch nicht sehr viel gegen den Müll im Meer unternommen. Und es ist auch gar nicht so leicht, den Müll einfach aus dem Meer zu sieben - zumal viel Plastikmüll auch auf dem Meeresboden treibt.
Das beste wäre es wohl, einfach weniger Plastik zu verbrauchen und dafür zu sorgen, dass das Plastik nicht in der Natur herumliegt und ins Meer gelangen kann.