Mein Name ist Arnold Herrmann. Ich bin 27 Jahre alt und studiere Geschichte in Freiburg. Ich war ein Jahr lang in der französischen Stadt Chantillon. Ich habe einen Austauschplatz in Frankreich über das Romanistik-Institut der Universität München bekommen. Meine Mutter ist Französin und ich wollte endlich mal ihre Sprache lernen.
Die meisten meiner Freunde und die anderen ausländischen Studenten wollten nicht in einem Studentenwohnheim wohnen. Sie haben ein Privathaus in der Altstadt gemietet. Ich jedoch war in einem Studentenwohnheim. Allerdings darf man sich die Studentenwohnheime in Frankreich nicht so vorstellen wie in Deutschland. Die Studenten müssen viel mehr organisieren.
Mein Studentenwohnheim hieß Kolmar, benannt nach einer Stadt im Westen Frankreichs. Die Leute dort haben mir am besten gefallen. Kulturell passiert in der französischen Stadt Chantillon nichts, dafür wird an Karneval mehrere Wochen lang Party gefeiert. Die Männer laufen als Frauen verkleidet durch die Straßen, trinken Alkohol und singen. So ist die Tradition.
Das französische Uni-System ist anders als in Deutschland. In den Seminaren wird Wort für Wort mitgeschrieben. Wer eine Frage stellt, wird komisch angeschaut. In Frankreich bin ich nicht nur selbstständiger geworden, sondern ich habe auch viel über die französische Mentalität erfahren.
Wollen Sie im Ausland studieren? Warum?
Immer mehr Jugendliche in Andalusien absolvieren ein Praktikum im Ausland. Damit wollen sie einen ersten Blick in die Berufswelt werfen und Erfahrungen sammeln. Sie bleiben in der Regel drei bis vier Wochen im Ausland und wohnen meistens bei Freunden, die ihnen Unterkunft und Essen anbieten.
Für sie ist es eine gute Chance, nicht nur in Kontakt mit dem Beruf zu kommen, sondern auch die Sprache intensiver zu lernen. Nach dem Abitur haben die Schüler normalerweise einen langen Sommer, bevor sie anfangen, an der Uni zu studieren. Viele denken deshalb, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt das Praktikum machen sollten. Später werden sie bestimmt lange Zeit mit ihrem Studium und anderen Dingen beschäftigt sein.
Alina ist eine Abiturientin, die nächsten Sommer nach Österreich fliegt, um ein vierwöchiges Praktikum zu absolvieren. Sie wird das Praktikum in einem Wiener Kindergarten absolvieren. Es macht ihr Spaß mit Kindern zu arbeiten. Sie hat selber kleine Geschwister und ist es gewohnt, mit kleinen Kindern zu spielen. Sie hat vor, mit den Kindern aus dem Kindergarten, Spiele zu spielen, Lieder zu singen und im Allgemeinen eine schöne Zeit in Wien zu verbringen.
Wenn sie nach Sevilla zurückkommt, schreibt sie über ihre Erfahrungen im Kindergarten, damit die nächsten Abiturienten wissen, wie ein Praktikum im Kindergarten funktioniert. Alina ist vor ihren Abiturprüfungen etwas nervös, aber sie freut sich schon sehr auf das Praktikum in Wien.
Ist es eine gute Entscheidung, ein Praktikum im Ausland zu machen? Möchten Sie ein Praktikum absolvieren? Warum?
In Spanien sind momentan über 50% der Jugendlichen arbeitslos. Diese hohe Zahl zeigt, wie sehr die Jugend unter der Krise in Europa leidet. In Deutschland sind nur 7,9% der 14- bis 25-jährigen Jugendlichen arbeitslos. Deutschland hat momentan die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Was sind die Gründe? Viele spanische und deutsche Politiker glauben, dass das spanische Bildungssystem nicht funktioniert. Deshalb will die spanische Regierung jetzt das deutsche Modell imitieren.
In Deutschland gibt es seit einigen Jahren ein duales Studiensystem. Das bedeutet, Jugendliche studieren und arbeiten gleichzeitig. Auf diese Weise verbinden sie die Theorie mit der Praxis. Deutschland soll Spanien jetzt bei der Bildungsreform helfen. Deutsche Unternehmen, die in Spanien aktiv sind, gelten bereits jetzt als Pioniere der praktischen Ausbildung. Das duale Studiensystem soll nicht nur die Ausbildung der Jugendlichen verbessern, sondern ihnen gleichzeitig bessere Zukunftsperspektiven und Berufschancen bieten. Doch während die spanischen Politiker permanent neue Reformen machen, ist das spanische Volk frustriert und verärgert. Immer weniger Spanier glauben an die spanischen Politiker und ihre Politik der Reformen. Viele haben Angst vor Frau Merkel und ihrer Europapolitik.
Möchten Sie eine duale Ausbildung absolvieren? Welche sind die Vorteile und Nachteile dieser Art Ausbildung.
Spanien ist das Land mit den meisten Organtransplantationen pro Einwohner der Welt. Die Anzahl der Operationen, bei denen mindestens ein Organ transplantiert wurde, ist dieses Jahr um 11% gestiegen. Damit erreicht Spanien wieder den ersten Platz und darauf sollten wir stolz sein.
Stolz auf ihre Tochter sind auch Rocío und José Miguel. Martina, ihre Tochter, hat seit Mai zwei neue Lungen, mit denen sie problemlos atmen kann. Sie hatte Lungenfibrose. Das ist eine chronische Erkrankung, die oft negative Konsequenzen für die Patienten hat. Eine Transplantation ist in der Regel die einzige Lösung für das Problem. Martinas Eltern haben schon seit ihrer Geburt gewusst, dass Martinas Leben von einer Operation abhängig sein würde. Sie waren in den letzten Monaten vor der Operation sehr traurig, weil Martina immer weniger Luft bekam. Sie musste sogar mehrmals im Krankenhaus liegen. Ihre Familie und ihre Freunde waren alle besorgt, aber die Ärzte in Córdoba, wo sie erfolgreich operiert wurde, waren sicher, dass Martina Glück haben würde.
Martina kann jetzt ein ganz normales Leben führen. Sie ist glücklich und sehr aktiv. Martina studiert seit September an der Uni. Sie möchte in Zukunft Grundschullehrerin werden, weil sie kleine Kinder sehr mag. Sie hat seit einigen Jahren einen Freund, der Medizin studiert. Er meint, dass er ein Medikament erfinden muss, damit sie nie wieder krank wird. Sie wollen in Zukunft heiraten und um die Welt reisen. ͈Jetzt muss ich das Leben genießen, bevor ich Kinder bekomme”, sagt Martina.
Würden Sie gerne Medizin studieren? Warum?
Wolfgang Wester ist Student von Beruf. Er lebte vier Jahre lang in München und war während dieser Zeit von der Wohnungsnot nicht betroffen. Seine Probleme fingen an, als sein Mitbewohner auszog. Bis dahin zahlten sie 370 Euro kalt plus 140 Euro Nebenkosten für 48 Quadratmeter. Das war ganz in Ordnung. Zwei Monate später hat die Vermieterin den Mietpreis erhöht. In dem neuen Mietvertrag wurde eine Miete von 660 kalt vorgeschlagen. Das bedeutete 55 Prozent Steigerung und an der Wohnung war nichts geschehen. Sie war nicht renoviert worden. Das war die gleiche Wohnung wie vor vier Jahren. Seine Vermieterin sagte: Ich finde schon Studenten, die das bezahlen. Also musste er die Wohnung verlassen. Er hatte gehofft, ein passendes Zimmer in einer WG zu finden. Er suchte zwei Monate lang, aber er hatte kein Glück. Er wollte, wie viele andere Leute, eine billige und perfekte Wohnung finden, aber viele Wohnungen waren leer, ohne Küche, Möbel oder Tapeten. Nach langem Suchen zog er in eine WG weit außerhalb von München ein, aber die Anbindung an das öffentliche Verkehrssystem war okay. Es war ihm egal, dass die Wohnung weit außerhalb vom Stadtzentrum lag, denn dafür hatte er ein großes Zimmer in einer tollen Wohnung. Außerdem war es ziemlich preiswert.
WG= Wohnungsgemeischaft.
Was finden Sie besser? Eine teuere Wohnung im Stadtzentrum oder eine billige außerhalb der Stadt?