1. Berlin

Warst du schon einmal in Berlin? Ich fahre jetzt sehr oft dahin, denn meine Freundin wohnt jetzt wieder in Berlin. Ich liebe diese Stadt. Sie ist nicht nur Weltmetropole und die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch die Heimatstadt meiner Freundin.

 

Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit kommt sie an vielen berühmten Sehenswürdigkeiten vorbei. Da ist zunächst der „Große Tiergarten“, welcher schon über 500 Jahre alt ist. Von hier ist es nicht weit bis zum Brandenburger Tor und der Siegessäule. Hier steigt meine Freundin jeden Tag in die U-Bahn und fährt einige Stationen bis zum Alexanderplatz, wo sich die Weltzeituhr und das Wahrzeichen der Stadt, der Fernsehturm, befinden. Von dort sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zum Kurfürstendamm, der riesigen Einkaufsstraße mit zahlreichen Restaurants, Geschäften und Hotels.

 

Hier arbeitet meine Freundin als Hotelfachfrau und betreut die zahlreichen Gäste des Hotels, welche als Touristen Berlin besichtigen. Als echte Berlinerin kann sie ihnen dabei gute Tipps geben, welche Sehenswürdigkeiten sich wirklich lohnen und wie sie auf dem besten Wege dorthin gelangen. Sehr oft kommt sie mit den Gästen ihrer Stadt ins Gespräch und erfährt, aus welchen Ländern sie angereist sind und ob es ihnen in Berlin gefällt. Als besonderen Service bietet ihr Hotel auch eigene Stadtrundfahrten an, die immer sehr gern gebucht werden. Ich bin bald mit meinem Studium in Leipzig fertig und habe bereits einen Job in einem Hotel in Berlin bekommen, so dass wir bald zusammen eine Wohnung suchen können.

Textproduktion

Wie finden Sie Ihre Heimatstadt? Was kann man als Tourist in Ihrer Stadt machen?

2. Wolfgang Wester

Wolfgang Wester ist Student von Beruf. Er lebte vier Jahre lang in München und war während dieser Zeit von der Wohnungsnot nicht betroffen. Seine Probleme fingen an, als sein Mitbewohner auszog. Bis dahin zahlten sie 370 Euro kalt plus 140 Euro Nebenkosten für 48 Quadratmeter. Das war ganz in Ordnung.

 

Zwei Monate später hat die Vermieterin den Mietpreis erhöht. In dem neuen Mietvertrag wurde eine Miete von 660 kalt vorgeschlagen. Das bedeutete 55 Prozent Steigerung und an der Wohnung war nichts geschehen. Sie war nicht renoviert worden. Das war die gleiche Wohnung wie vor vier Jahren. Seine Vermieterin sagte: Ich finde schon Studenten, die das bezahlen. Also musste er die Wohnung verlassen.

 

Er hatte gehofft, ein passendes Zimmer in einer WG zu finden. Er suchte zwei Monate lang, aber er hatte kein Glück. Er wollte, wie viele andere Leute, eine billige und perfekte Wohnung finden, aber viele Wohnungen waren leer, ohne Küche, Möbel oder Tapeten.

 

Nach langem Suchen zog er in eine WG weit außerhalb von München ein, aber die Anbindung an das öffentliche Verkehrssystem war okay. Es war ihm egal, dass die Wohnung weit außerhalb vom Stadtzentrum lag, denn dafür hatte er ein großes Zimmer in einer tollen Wohnung. Außerdem war es ziemlich preiswert. WG= Wohnungsgemeischaft.

3. Studentenheim oder Wohngemienschaft

Die Studenten, die ihre Ausbildung in einer fremden Stadt weiterführen müssen, stellen sich oft die Fragen: Soll ich in eine Wohngemeinschaft ziehen? Oder soll ich versuchen, einen Platz in einem Studentenwohnheim zu bekommen? Die einfachste Entscheidung ist das Wohnen in Studentenwohnheimen, denn Wohnheime haben viele Vorteile, was die Einrichtung betrifft: da gibt es Zentralheizung, Dusche, eine Gemeinschaftsküche, einen gemeinsamen Raum mit Zeitschriften usw.

 

Auf diese Bequemlichkeiten zu verzichten ist für viele schwer, aber sie müssen auch mit wenig Platz rechnen: Die Zimmer sind normalerweise sehr klein und man muss häufig das Zimmer mit jemandem teilen, den man vorher nicht gekannt hat. In manchen Wohnheimen ist es nicht erlaubt, Besuch auf das eigene Zimmer mitzunehmen. Noch ein Aspekt, den man auch beachten sollte, ist die menschliche Seite: Wer soziale Kontakte sucht und lieber mit anderen zusammenlebt, liegt hier richtig. Das kann gut gehen, es kann aber auch sein, dass man mit seinen Wohnheimkameraden überhaupt nicht klar kommt, denn gerade das intensive Zusammenleben macht nicht immer Spaß, weil man ja nie richtig allein sein kann.

 

Aber die beliebteste Form des Zusammenlebens ist die Wohngemeinschaft (WG), weil Wohngemeinschaften viele Vorteile und wenige Nachteile haben. Wenn Jugendliche nicht mehr zu Hause wohnen, wollen sie sich nicht mehr kontrollieren lassen und ihr Leben nach ihren eigenen Wünschen leben. Natürlich gibt es in jeder Wohngemeinschaft mal Streit und jeder Mitbewohner muss mit allen anderen Lösungen suchen.

Abitur - Grammatik